75 Jahre Menschenrecht – Zum Nachdenken!

Die Menschenrechte wurden bereits bei ihrer Gründung im Jahr 1948 von 147 Ländern anerkannt und unterzeichnet. Diese Länder verpflichteten sich zur Einhaltung der Menschenrechte. Aber geschieht das auch? Nein!

Schon bei der Aufnahme der Menschenrechte in die Verfassung wurde deren Artikel 30 (Auslegungsregel) missachtet. Bestimmungen, sowie Gesetze wurden gegen das Menschenrecht ausgelegt und sind laut Menschenrecht ungültig. Da ich mich schon lange mit Menschenrechtsverletzungen durch den Staat beschäftige, könnte ich eigentlich ein Buch darüber schreiben. Ich werde in diesem Artikel unser Bildungssystem unter die Lupe nehmen, da es mir ein wichtiges Anliegen ist.

Die Schulen, in deren Namen schon einige Menschenrechtsverletzungen umgesetzt werden, denn ein Kind gegen seinen Willen in einem Raum festzuhalten, ist Freiheitsberaubung. Die Überwachungen, die damit einhergehen, machen nahezu ein Gefängnis aus den Schulen. Wo bleibt da die persönliche Freiheit, wie es das Menschenrecht vorsieht?

Die Bildungsart, die ständiges Konkurrenzdenken fördert, trägt nicht gerade zu einer friedlichen Gesellschaft bei. Ständige Unterordnung, erniedrigende Vorgangsweisen und Bestrafungen machen es noch schlimmer. Immer wieder hört man davon, dass ein Lehrer einen Schüler mobbt.

Für mich war die Schule die reinste Folter, und ich schlitterte dadurch oft in Situationen, wo ich vor dem Suizid stand. Heute bin ich 66 Jahre alt und sehe immer noch Kinder, die durch den Bildungszwang leiden oder gar in den Suizid getrieben werden. Ich habe seit der Bildungsministerin Claudia Schmid, die von 2007 bis 2013 Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur war, alle Minister gebeten, diesen Zustand zu verändern und die allgemeine Bildung den Menschenrechten anzupassen. Kein einziger Minister hat geantwortet, geschweige denn an der Situation etwas geändert. Sie begingen alle Menschenrechtsverletzungen, anstatt sie zu beenden.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Schulen nicht in der Lage sind, das Menschenrecht zu lehren, da sie das Menschenrecht permanent verletzen. Wenn ein Kind, so wie ich es war, das Menschenrecht schon von klein auf wahrnimmt und die Lehrer dazu befragt, gab es anstatt einer Antwort Verachtung und ein darüber Fahren.

Es ist doch eine Art der Versklavung, die die Bildung betreibt, und was unterscheidet einen Schüler von einem Arbeiter im Büro? Der Arbeiter wird im Büro festgehalten, da er durch das Geld, das er zum Überleben benötigt, keine anderen Perspektiven sieht und ohnehin ständig die Existenzangst als Lebensbegleiter vorfindet. Lässt du dich nicht versklaven, entziehen wir dir die Existenz. Genau aus diesem Grund würde ein Grundeinkommen die Sklaverei ein für alle Mal beenden. Lässt du dein Kind nicht vom Staat versklaven, entziehen wir dir die Erziehungsberechtigung.

Der Schüler wird im Klassenzimmer festgehalten und zu einer Bildung versklavt, wie es die Herrschenden, das Militär und die Wirtschaft brauchen. So gesehen könnte es sich bei diesem Bildungssystem genauso gut um Kinderarbeit handeln, die ebenfalls verboten ist. Diese Bildung ist nicht frei, so wie es im Menschenrecht steht. Nein, sogar wenn ich natürliche Notdurft oder Hunger habe, brauche ich die Bewilligung des Kommandanten/Lehrers. Genauso wie beim Bundesheer müssen Befehle befolgt werden.

All diese Verletzungen, die mir durch die Bildung angetan wurden, lassen mich Schlimmes vermuten. Soll die Schule die Familien trennen, damit die Herrschenden Einfluss nehmen können, wie es ihnen bedarf? Ist die Schule ein Kindesraub? Raubt sie die Kindheit der Kinder?

Wenn man die Geschichte betrachtet, wurde bei der Christianisierung der Naturvölker genau so vorgegangen. Sowohl bei den Indianern als auch bei den Aborigines wurden den Familien die Kinder entrissen und in Schulen gesteckt, in denen sie misshandelt und vergewaltigt wurden. Das sollte doch zu denken geben. Heute herrscht dieses System weltweit, und die Perspektiven, dass sich etwas ändert, schwinden.

75 Jahre hätten wir die Zeit gehabt, unser Bildungssystem dem Menschenrecht anzupassen, und was ist geschehen? Wenig bis Nichts!

Ich gäbe da aber nicht nur den Regierungen die Schuld an dieser Misere der Menschenrechte, denn die Bevölkerung nimmt sich wenig bis gar nicht dem Thema an.

Ich als Grundeinkommensmensch sehe, dass ein Grundeinkommen ein Menschenrecht ist und ein Menschenrecht ein Grundeinkommen ist. Ich kann nur dazu aufrufen, sich mehr um das Menschenrecht zu bemühen, denn nur so können wir den Schritt in eine Zivilisation schaffen.

Karl Dittrich
Präsident Akademie BGE

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