Programm

Inhalt

1 – Einleitung

Am 15.08.2019 wurde der erste Vorstand der „Akademie BGE“ gegründet. Wir stehen am Beginn, darum braucht es Geduld und Entwicklungszeit, bis ein endgültiges Programm, welches vom ersten Vorstand genehmigt wird, feststeht. Zudem wollen wir, dass viele Menschen an unserem Programm mitwirken. Eine Aufgabe ist aufzuzeigen, was Grundeinkommen bedeutet. Geld ist dabei nur ein kleiner Teil. Viel wichtiger sind Nahrung, Kleidung, Wohnen, Energie, Bildung, bessere Demokratie, Menschenrechte, gesunde Umwelt, Friede und Freiheit.

Wir sind eine Grundeinkommensbewegung, die sich auf zwei Beine stützt. Diese sind Grundeinkommen mit und ohne Geld. Geld ist ein unstabiles Mittel für ein gesichertes Grundeinkommen, denn, sollte es einen Geldcrash geben, nutzt ein Grundeinkommen mit Geld wenig, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu sichern.

Die Akademie forscht nach Sinnwirtschaft, wo nicht das Wachstum und die Vollbeschäftigung im Vordergrund stehen, sondern die Aufgabe, den Menschen von sinnfreier Arbeit zu befreien. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind uns in Wirtschaftsfragen ein wichtiges Anliegen, um ein BGE zu realisieren.

Gesundheit und Medizin sind ein Grundeinkommen, das den Menschen in der Gesellschaft ein langes, würdiges Leben sichern soll. Medikamente sollen in Zukunft nachhaltiger eingesetzt und der Medikamentenmissbrauch reduziert werden. Für die Gesundheit ist es unumgänglich, auf eine gesunde Umwelt, giftfreie Nahrung und Wasser zu achten. Ein besserer Pflanzen- und Tierschutz trägt zu mehr Lebensqualität bei, deshalb werden wir dafür Forschungsarbeit leisten.

Unser Ziel ist es, denn Lebensstandard zu steigern, die Lebensqualität zu verbessern und wir wollen dazu Mittel zur Sicherung des BGE für die Bevölkerung erforschen.

2 – Warum Akademie BGE?

Weil wir nicht verstehen können, dass …

  • Holz im Wald verrottet und gleichzeitig Menschen frieren oder gar erfrieren!
  • Lebensmittel tonnenweise weggeworfen werden, während andere hungern oder gar verhungern!
  • Kirchen, Ämter, Straßen, Kläranlagen usw. beleuchtet werden, während Menschen teilweise oder ganz ohne Strom leben müssen!
  • viele Immobilien leer stehen, während andere ohne Grundeinkommen in Obdachlosigkeit leben!
  • heimisches Obst, Getreide, Nutzflächen und Gemüse ungenützt sind, während armen Ländern wichtiges Grundeinkommen durch Konzerne verlieren, umweltbelastend transportiert werden, damit sie bei uns in Supermärkten oder im Müll landen!
  • Konzerne Milliardenförderungen bekommen, während Menschen ohne Grundeinkommen in Existenzangst leben!
  • Parteienförderungen wichtiger erscheinen, als ein Grundeinkommen für Menschen, um die Armut zu beenden!
  • Förderungen, die Ungleichheit, Wettbewerbsverzerrung und Konkurrenzneid fördern, einem Grundeinkommen vorgezogen werden, wenn Grundeinkommen die gerechteste Art der Förderung ist!
  • Geld als das wichtigste Gut in unserer Gesellschaft gesehen wird, obwohl Geld das geringere Mittel für ein gesichertes Grundeinkommen ist!
  • Parteien sich nicht um die Umsetzung des BGE als Grundeinkommen bemühen und den Menschen die Chance auf bessere Zukunft nehmen!
  • die Gesetzgebung Versklavung und Zwangsarbeit aufrecht erhält, anstatt durch ein Grundeinkommen die Menschheit endgültig davon zu befreien!
  • Parteien und Gewerkschaft die Vollbeschäftigung dogmatisieren, obwohl die Wirtschaft den Auftrag hat, den Mensch von Arbeit zu befreien, um damit ein Grundeinkommen für alle zu sichern!
  • das AMS Menschen den NOT-Stand streichen darf und damit ein existenz-sicherndes Grundeinkommen entzieht!
  • durch Zwangsbildung die freie Bildung zensuriert wird und das Recht auf Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung, freie Teilhabe untergraben und damit Wissen sowie das Menschenrecht unterdrückt und massiv eingeschränkt wird!
  • Umwelt, Lebensmittel, Luft, Wasser verschmutzt und so wichtigstes Grundeinkommen vergiftet wird!
  • Menschen sterben und leiden, weil sie sich Medizin nicht leisten können, obwohl tonnenweise davon am Müll und oft wegen finanzieller Interessen falsch angewendet werden!
  • geplante Obsoleszenz angewendet werden darf, auch wenn es die Umwelt belastet und den Menschen schädigt!
  • durch Patente Entwicklungen behindert werden können, die den Menschen dienlich wären!

3 – Grundeinkommen mit Geld

In diesem Programmpunkt geht es um das meist diskutierte Thema in Bezug auf das Grundeinkommen. Gerade deswegen ist ein achtsamer Umgang gefragt. Wir wollen aufzeigen, dass eine Finanzierung des Grundeinkommens möglich ist, ohne neue Steuern einzuführen und in der zweiten Phase sogar ohne jemandem etwas wegzunehmen.

Wir wollen ein Grundeinkommen schaffen, das die angespannte Neidgesellschaft definitiv beendet — durch unser „BGE Österreich„.

Wie das funktionieren soll?
Durch das Beenden der ungerechten Förderungspolitik für Personen, Vereine, Unternehmen, Organisationen und dergleichen könnte bereits ein Grundeinkommen ermöglicht werden. Da die direkte Förderung für jeden Einzelnen dem Menschenrecht entspricht und Ungerechtigkeiten und Wettbewerbsverzerrungen verringert.

Die heutige Förderungspolitik führt dazu, dass Klein- und Mittelbetriebe durch eine ungerechte Förderpolitik nahezu ausgerottet werden. Auch die Förderung bei Vereinen, Sportlern, Künstlern usw. haben zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung geführt. Während die Geförderten Millionenbeträge erhalten, steigt auf der anderen Seite die Armut. Zudem ist die derzeitige Förderungspolitik so ausgerichtet, dass sie dem Interesse der herrschenden, politischen Parteien und den Konzernen dienen und nicht dem Wohl aller Menschen.

Besonders auffällig sind die EU-Förderungen, wo tausende Milliarden Euro hin und her verschoben werden, während die Armut im EU-Volk steigt.

4 – Grundeinkommen ohne Geld

Besonders in finanziell schwierigen Zeiten brauchen die Menschen ein Grundeinkommen ohne Geld. Wie sollen sich die Menschen ernähren, wenn es zu einem Finanzcrash kommt und die Supermärkte schließen? Es hört sich für viele vielleicht ungewohnt an, aber das Geld ist so gesehen ein sehr ungeeignetes Mittel für ein Grundeinkommen = Grundversorgung.

Beim Grundeinkommen ohne Geld geht es um leer stehende Ressourcen. Im Wald liegt Holz, das verrottet, Lebensmittel werden von den Supermärkten auf dem Müll entsorgt, Immobilien stehen leer, Obst fällt von den Bäumen und verrottet tonnenweise, die Gemeinden bepflanzen ihre Anlagen mit nutzlosen, oft schädlichen Bäumen, Sträucher und Zierpflanzen, ganze Wiesen und Felder sind ungenützt, anstatt man diese Ressourcen dem Menschen dienlich einsetzt.

Wir wollen erreichen, dass Lebensmittel als Grundeinkommen kostenlos zur Verfügung stehen. Vor allem sollen sie so weit als möglich innerhalb der Region genützt werden und nicht auf der einen Seite ungenützt verrotten, während dieselben Sorten an Lebensmittel rund um die Welt transportiert werden, was wiederum das Klima negativ beeinflusst.

5 – Demokratie

Siehe dazu unser Schwerpunkt-Thema „Grundeinkommen Demokratie„.

6 – Bildung

Wie erwähnt, sehen wir vieles als Grundeinkommen. Ein ganz wichtiges Grundeinkommen ist die Bildung. Sie soll jeden einzelnen von uns in die Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung führen, soll uns beim bewältigen von Problemen helfen und unseren Wohlstand in Frieden fördern und sichern. Gut gebildete Kinder, aber auch Erwachsene, können unsere Gesellschaft in neue Dimensionen bewegen und eine Zukunft entwickeln, von der wir heute nicht einmal träumen können.

Das Wichtigste für einen gut gebildeten Menschen ist die Selbstständigkeit, darum sind wir strikt gegen die Zwangsbildung und wollen diese vorerst durch eine Motivationsbildung ersetzen. Bildung und Zwang ist ein Widerspruch in sich.

Heute werden Kinder 9 Jahre durch ein Zwangssystem gestresst, um anschließend Jahrelang beim AMS gemeldet zu sein. Wir wollen das ändern. Menschen sollen sich ein Leben lang der Bildung hingeben dürfen, ohne Zensur, Druck und Zwang. Eben freie Bildung wie es das Menschenrecht vorsieht. Wir wollen die Bildung im Alltag fördern und Jung und Alt zugängig machen.

7 – Gesundheit und Medizin

In unserer Gesellschaft nehmen Krankheiten ein gefährliches Wachstum an. Krebs, Diabetes, Herzinfarkte, psychische Krankheiten nehmen trotz aufwändigen Therapien und medikamentösen Behandlungen stetig zu. Krankheit ist zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden, der einer gesunden Gesellschaft keine Chance lässt.  

Wir möchten daher schon bei der Bildung darauf achten, dass Menschen so weit wie möglich Naturprodukte als Medizin einzusetzen. Erst wenn eine natürliche Behandlung nicht ausreicht soll industrielle Medizin eingesetzt werden.

Zudem hat sich bei Grundeinkommensversuchen in Namibia, Indien und Finnland gezeigt, dass es zur Reduzierung von Krankheiten führt. Sowohl psychische als physische Krankheiten haben abgenommen.

Durch Einsatz von Chemie und Giften sind weltweit kaum noch giftfreie Lebensmittel zu finden. Reines Wasser, reine Luft und reiner Boden sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Gesellschaft und ein wichtiges Grundeinkommen für Mensch, Pflanzen und Tiere.

8 – Wirtschaft

Derzeit ist die Wirtschaft von einem Wachstum geprägt, das gegen jede Natur ist. Verschwendung statt Nachhaltigkeit prägen die heutigen wirtschaftlichen Erfolge. Hat diese Form der Wirtschaft uns einst weiterentwickelt, stellt sie heute eine große Belastung dar. Trotz Überfluss steigt die Armut und die Umweltbelastung steigt dem Wirtschaftswachstum entsprechend mit an.

Die ursprünglich positiven Gedanken, den Menschen durch Industrialisierung von Armut und Elend zu befreien, gehen verloren. Stattdessen nimmt Konkurrenzdenken, die Neidgesellschaft und die Gier einzelner Wirtschaftstreibender ein erschreckendes Ausmaß an. Korruption, Spionage, Steuerhinterziehung, moderne Versklavung prägen das wirtschaftliche Leben in unserer Gesellschaft.

Wir treten daher für eine „Sinnwirtschaft“ ein, wo nicht das Wachstum und die Vollbeschäftigung im Vordergrund stehen, sondern die Aufgabe, den Menschen von der Arbeit zu befreien. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sollen ein wirtschaftlich wichtiges Kriterium sein. Die Wirtschaft soll verstärkt zur Armutsbekämpfung beitragen und den Menschen von Existenzangst und Armut befreien.

Eine Aufgabe ist es, die Wirtschaft von Sinnlosprodukten zu befreien und auf eine sinnorientierte, dem Wohle des Menschen dienende Wirtschaft, hinzuarbeiten. Es soll in Zukunft keine Arbeitslosen, sondern nur noch arbeitsfreie Menschen geben. Das gegenseitige Aufhetzen von arbeitenden und arbeitsfreien Menschen soll ein Ende finden.

Durch ein Grundeinkommen wird das Gründen von Unternehmen erleichtert. Dem Wirtshaussterben und dem Aussterben von Kleinbetrieben würde es entgegenwirken.

Mit armen Menschen kann man keine sinnvolle Wirtschaft betreiben. Armut bremst die Kaufkraft und senkt die Umsatzmöglichkeiten für Produzenten. Daher sind wir überzeugt, dass ein Grundeinkommen wirtschaftsbelebend ist. Je höher ein Grundeinkommen ist, desto besser wirkt sich das auf die Wirtschaft aus.

9 – Umwelt

Das wichtigste Grundeinkommen ist eine gesunde Umwelt mit reiner Luft, Erde und Wasser. Das ist uns ein besonderes Anliegen. Chemische Spritz- und Düngemittel haben in unseren Lebensmitteln nichts verloren.

Mit dem Grundeinkommen können sich Menschen im eigenen Ort eine Existenz aufbauen. Dadurch rechnen wir, dass der Verkehr um mindestens 20% reduziert wird. Zudem sind wir auch dafür, dass Verbrennungsmotoren der Vergangenheit angehören.

Ein Grundeinkommen und der technische Fortschritt werden dazu führen, dass die Menschen mehr Zeit für Landschafts- und Umweltpflege aufbringen können.

Ebenso soll das Heizen mit festen Brennstoffen beendet werden, da es nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch die Brandgefahren verringert. Häuser sollen in Zukunft so gebaut werden, dass sie energie-unabhängig sind und es keine Wasserzu- und ableitungen braucht.

10 – Kultur

Kultur ist für die Menschen ein wichtiges Grundeinkommen und ist ein Lebensmittel. Eine Gesellschaft ohne freie Kultur landet meist in der Barbarei. Wir stellen jedoch fest, dass die Kultur im Soge der Globalisierung aus den Orten verschwunden ist.

Früher gab es in jedem Ort am Wochenende Musikveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Theatervorführungen, Märkte und Tanzveranstaltungen. Heute wirken die Orte nahezu ausgestorben.

Durch bauliche Bestimmungen, gewerbliche Auflagen für Veranstalter, oft sinnlosen Sicherheitsbestimmungen (AKM, …) ist es kaum mehr möglich, Veranstaltungen zu organisieren. Das Vereinsleben hat drastisch abgenommen und das Wirtshaussterben war eine logische Folge.

Viele Künstler haben ihre Tätigkeiten beenden müssen, da sie von der Kunst nicht mehr leben konnten und mussten einer Tätigkeit nachgehen, die ihnen keine Freude machte, aber mit der ein Einkommen für das Auskommen möglich war. Das Grundeinkommen soll den Stellenwert von Kunst, Kultur und Kunsthandwerk wieder beleben. Das fördert auch eine gesündere Dorfgemeinschaft. Wir wollen erreichen, dass ein Kulturhaus, Werkstätten und Probemöglichkeiten in jedem Dorf so selbstverständlich sind wie ein Fußballplatz.

11 – Menschenrecht

Eine wichtige Aufgabe unserer Akademie ist es, das Menschenrecht wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen. Gesunde Umwelt, giftfreie Lebensmittel, bessere Demokratie, freie Bildung, soziale Sicherheit und das Menschenrecht sehen wir als wichtige Säulen einer Grundeinkommensgesellschaft.

1948 wurde uns das Menschenrecht gegeben, um Rechte und Freiheiten einfordern zu können. In der Zwischenzeit sind 70 Jahre vergangen und das Menschenrecht wird immer mehr unterwandert und vergessen gemacht. Dem wollen wir massiv entgegenwirken, die Einhaltung des Menschenrechts wieder stärker einfordern und mit den Erfahrungen der vergangenen 70 Jahre erweitern und ausbauen. So soll zum Beispiel das Grundeinkommen einen Artikel im Menschenrecht erhalten. Da Konzerne darauf drängen, das Wasser zu privatisieren, wollen wir, dass ein Recht auf Wasser im Menschenrecht verankert wird. Ebenso das Recht auf Strom. Wir wollen nicht müde werden und uns für das Menschrecht stark machen.

12 – Pflanzen- und Tierschutz

Nun hat die Wissenschaft festgestellt, was viele schon so gewusst haben, nämlich, dass Pflanzen und Tiere wie wir Menschen Schmerzen empfinden und einen Eigenwillen haben. Es ist daher unsere Pflicht, für die Rechte diese Lebensformen zu agieren. Es ist unerträglich wie wir heute mit unser Natur, den Pflanzen und Tieren umgehen. Die Population von Insekten haben wir um 70% reduziert. Auch das Baumsterben nimmt zu.

Glaubt der Mensch wirklich, dass er das tun kann ohne selbst zum Betroffenen zu werden? Der massive Anstieg an den Zivilisationskrankheiten ist bereits Auswirkung eines fehlgeleiteten Lebensverständnisses. Jedem sind die Bilder der „modernen“ Tierhaltung bekannt. Ebenso die Bilder wie unsere Felder vergiftet werden und somit auch die Pflanzen, die uns zur Ernährung dienen. All diesen Entwicklungen will die Akademie BGE entgegenwirken. Durch das Grundeinkommen soll der Eigenanbau und die private Tierhaltung gefördert werden.

Die Technik soll so eingesetzt werden, dass der Tod von Tieren reduziert wird. Es wäre zu überlegen, den Verkehr, die Energiegewinnung usw. so zu gestalten, dass die Tiere dieser Gefahr gar nicht mehr ausgesetzt wären.

13 – Friedensbewegung

Die Akademie BGE sieht sich als Teil der Friedensbewegung. Die Kriegsindustrie ist mit Abstand die größte Menschenrechtsverletzung, die es auf dieser Erde gibt. Bomben, Panzer, Maschinengewehre, bewaffnete Drohnen usw. erfüllen nur den Zweck der Zerstörung und dem Töten von Menschen. Wir wollen die Waffenindustrie zu einer Produktionsumstellung bewegen.

Freiheit und Friede sind eine der wichtigsten Formen eines Grundeinkommens.

14 – ABGE-Werkstätten

Durch das Denken und Beobachten unseres Programmpunktes „Grundeinkommen ohne Geld“ entdecken wir immer mehr brachliegende Werkstätten. Die Besitzer dieser Werkstätten befinden sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, die brachliegende Werkstatt verursacht Kosten und bringt keine Einnahmen. Wenn auch selten, treibt es Besitzer sogar in eine Armutssituation.

Wir sind mit Besitzern von brachliegenden Werkstätten im Kontakt und hoffen, dass wir bald ein Vorzeigeprojekt präsentieren können. Es ist uns ein Anliegen, Ortsgruppen und Zweigvereine einzurichten, die sich unter anderem mit der Belebung von Werkstätten beschäftigen. Wir betreiben bereits Kontakte, Strukturarbeit, Produktentwicklung und vieles mehr. Wir wollen „Dorfwerkstätten“ errichten, die ein Reparatur-Café beinhalten, Workshops anbieten, das Handwerk fördern, neue nachhaltige Produktionen anbieten, nachhaltiges Reparieren möglich machen, damit regionale Arbeitsplätze geschafft und die Umwelt geschont werden.

Müllberge reduzieren, regionale, soziale Sicherheit aufbauen, Abwanderungen eindämmen oder verhindern, den sozialen Kontakt im Dorf fördern, regionale Arbeitsplätze sichern … Das sind uns ein besonderes Anliegen.

Unser Projekt „Dorf neu“ ist eine besondere Form der Dorferneuerung und beinhaltet nicht nur ABGE-Werkstätten, sondern eine Vielfalt von Ideen zur Beendigung der Armut und Förderung des Wohlstands der Bürger im Dorf.

Sie können diesbezüglich mit uns in Kontakt treten. Mail to: info@akademie-bge.at

15 – Strategieplan für Reparatur-Café

Da es immer weniger kleingewerbliche Fachwerkstätten in allen Bereichen gibt, wird es notwendig sein, Reparaturwerkstätten zu eröffnen.

Diese sollten über Vereine gestaltet werden.
Dazu werden wir alle Techniker und Handwerker aufrufen, sich zu beteiligen.

Es sollte immer zu einer Win-Win-Situation kommen. Keiner sollte denken, dass er nur für andere da sein muss. Freiheit sollte das oberste Gebot sein.

Auch sollte so die Kaufkraft gesteigert werden. Wenn man die Produkte wieder repariert, kann man andere wichtige Dinge erleichternd einkaufen.

Armut sollte der Vergangenheit angehören. Jeder braucht Anerkennung, darum sollten wir weg von den Robotorischen Handeln.

Ein Wirt mit seinem Lokal braucht Gäste, also warum nicht ein Reparatur Café daraus machen. Muss nicht jeden Tag sein, einmal oder öfter in der Woche genügt schon.

Es gibt viele Handwerker, die gerne ihr Wissen weitergeben wollen. Doch die staatlichen Institutionen, wie Wirtschaftskammer und Gewerkschaften, verhindern dieses.

 Wir sollten mehr Vereine gründen, wo dieses möglich gemacht wird.

 Auch Tauschbörsen für Stecklinge und Samen sollten aktiviert werden. Auch hier steckt ein Potential darin, um Menschen aus der Armut zu holen. Gemüse im eigenen Garten zu pflanzen, erweitert das Angebot an gesunder Ernährung.

Pensionisten müssten somit nicht in der Einsamkeit erkranken. Sie tragen meist ein hohes Maß an Wissen in sich, das sie gerne weitergeben wollen.

Um dies zu erreichen, werden wir Dörfer besuchen, die noch Gaststätten besitzen und als nächstes werden wir stillgelegte Gaststätten aufsuchen.

Dazu sollten wir Ausschreibungen machen, um Freiwillige zu finden, die ihre Freizeit gerne für ein paar Stunden mit dieser Tätigkeiten ausfüllen.

Vor allem Pensionisten, Arbeitslose, Menschen mit Behinderung und Menschen, die einfach ihr Wissen weitergeben wollen, sind hier angesprochen.

Es muss ja nicht an den Handwerkern die Arbeit hängen bleiben, oft genügt es, wenn man es den Kunden erklärt und nur unterstützend eingreift.

Dazu sollten wir Werkzeuge und Ersatzteile organisieren und verteilen. Ob als Tischler, Elektriker oder Computerfachmann, alle sind gefragt. So würde es wieder zu mehr Zusammenhalt kommen. Das Kaffeehaus-Sterben würde so verringert werden und jeder bekommt Hilfe und Anerkennung.

Sie können diesbezüglich mit uns in Kontakt treten. Mail to: info@akademie-bge.at

Nachwort

Wie beschrieben, handelt es sich derzeit nur um einen Vorschlag für das Programm für die „Akademie BGE“. Erweiterungen und Kritiken sind erwünscht, denn nur so erreichen wir ein optimales Programm. Bei der Gründung des Vorstand soll das Programm überarbeitet werden und durch Abstimmung Gültigkeit erlangen.

Dieser Erstentwurf wurde am 27.08.2018 von Karl Dittrich vorgelegt.