„Stell Dir vor, es gibt kein Geld mehr!“

Bilbo Calvez: Die Illusion einer Gesellschaft ohne Geld und finanzieller Erpressung, in deren Mittelpunkt NICHT „das Zählen“ von „Leistung“ steht, muss in unseren Köpfen beginnen. Es ist vielleicht schwer, aus heutiger Sicht und mit heutiger Erziehung und Sozialisierung so etwas überhaupt zu denken, aber ein Gespräch mit Bilbo Calvez könnte den Anfang machen.

Unser System ist ein System des Zählens. Und es wird mit Geld gemessen. Ständig wird abgewogen, ob eine sogenannte Dienstleistung ihr Geld wert ist. Es herrscht ständiges Misstrauen, ob jemand anderes für das „gut bezahlte Geld“ auch entsprechend „gute Leistung“ erbringt. Aber wohin führt das?

Bilbo Calvez denkt in einer anderen Welt. Raus aus der Angst vor einem propagierten „Mangel“ und der damit verbundenen Knechtschaft vom Geld. Die Welt ohne Geld-Zwang wäre womöglich eine andere, wenn man sich getraut, diese Idee weiterzudenken.

Mit dieser Idee im Kopf schrieb Bilbo Calvez ihren Roman, in dessen Mittelpunkt die Heldin „Saruj“ genau an dem Tag geboren wird, an dem das Geld abgeschafft wurde. Die Vorstellung von einer Gesellschaft ohne Geld scheint aus heutiger Sicht undenkbar. Ja faktisch utopisch.

Aber ist es das wirklich undenkbar? Oder bietet diese Idee eine Chance für eine Gesellschaft, die ohne finanzielle Erpressung, Druck und Zwang auskäme?

Sehr interessantes und spannendes Interview:
Hört auf zu zählen! Eine geldfreie Gesellschaft. (Bilbo Calvez) (YouTube)

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