Grundeinkommen ohne Geld

Im Sog der Globalisierung gab es viele Veränderungen. Dörfer sterben, Städte wachsen. Die derzeitige Wirtschaft konzentriert sich auf die Bezirksvororte, in allen anderen Dörfern stirbt der Kleinhandel, die Bauernschaft, die Gaststätten, die Kultur, das Dorfleben und damit der soziale Zusammenhalt. Trotz steigenden und brachliegenden Ressourcen nimmt die Armut zu. Die soziale Sicherheit kommt ins Wanken.

Durch ein Grundeinkommen mit Geld erwartet man, dass Wohnen, Lebensmittel, Gewand, Hausmittel, Strom, Mobilität, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe gewährleistet sind. Besonders in finanziell schwierigen Zeiten brauchen die Menschen ein Grundeinkommen ohne Geld. Wie sollen sich die Menschen ernähren und wohnen, wenn es zu einem Finanzcrash kommt und die Supermärkte schließen? Wohnen ohne Geld für Mieten? Es hört sich ungewohnt an, aber das Geld ist so gesehen ein ungeeignetes Mittel für ein Grundeinkommen = Grundauskommen.

Wir richten daher Gruppen (Zweigvereine) ein, die sich regional bemühen, das Grundeinkommen ohne Geld zu realisieren und Studien dazu umzusetzen. Besonders in kleinen Gemeinden wollen wir beginnen Ressourcen zu ermitteln und uns bemühen, diese der Bevölkerung zugänglich zu machen.

Weil wir nicht verstehen können …

AG „Dorf neu“ – Eine neue Form der Dorferneuerung:

  • Dorf – Werkstätte einrichten, damit durch Reparaturen Nachhaltigkeit erzeugt wird. Zudem können sich Handwerker darin ausleben und mit ihren handwerklichen Fähigkeiten die Gemeinde unterstützen.
  • Brachliegende Immobilien beleben, denn es gibt nichts unwirtschaftlicheres als leer stehende Immobilien.
  • Bildungs- und Kulturimpulse setzen, damit die Dorfgemeinschaft belebt wird.
  • Fallobst sammeln, brachliegende Felder bebauen …
  • Eine gemeinsame Betriebsküche einrichten, damit wir die Ernte verarbeiten und haltbar machen können.
  • Obstbäume statt Zierbäume, Beeren statt Thujen, Gemüse statt englischen Rasen; auf Gemeindeebene.
  • Und vieles mehr.

Ressourcenbasierte Wirtschaft hilft der Natur, verringert den Abfall, erspart der Gemeinde Kosten, stärkt das Dorfleben und schützt vor Abwanderung. Es geht aber nicht nur um Ressourcen, sondern wir wollen neue Ideen einbringen und wissenschaftliche Projekte starten. Ein neues Bewusstsein zum Grundeinkommen steht im Mittelpunkt.

Umso mehr Grundeinkommen ohne Geld realisiert wird, umso weniger sind wir im Bereich soziale Sicherheit von Geld abhängig. Wir empfinden es derzeit als eine Menschenrechtsverletzung, dass die Mindestsicherung nur 917 Euro ausmacht und das Existenzminimum bei 909 Euro liegt. Wer auf zwölf Monate gerechnet weniger als 1.238 Euro monatlich zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Bei zwei Grundsicherungs-Beziehern werden pro Person nur 688 Euro pro Monat berechnet. Da leben dann zwei Menschen weit unter dem Existenzminimum. Wir müssen bewusst machen, dass dies organisierte Armut ist.

Es ist wichtig, dass wir Mitgefühl zeigen und den Menschen in Armut helfen. Denn 86% der Österreicher sehen derzeit zu, wie 14% der Österreicher in Armut verweilen. Das darf nicht so weiter gehen. Wir können, da wir politisch unabhängig sind, nicht die Geldsummen beeinflussen, aber wir können mit Grundeinkommen ohne Geld Maßnahmen setzen, damit wir den 14% Österreicherinnen und Österreichern entgegengehen und die Hilfe leisten, wie sie in den Menschenrechten vorgesehen ist.

Grundeinkommen ohne Geld steigert die Gemeinschaft und den Wohlstand.

Dazu brauchen wir auch DEINE Unterstützung.