Grundeinkommen und die Gleichberechtigung der Frauen

Wäre ein Grundeinkommen die große Chance für die Gleichberechtigung der Frauen?

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein universelles Menschenrecht. Seit 1940 wird an dieser Gleichstellung gearbeitet. In diesen 80 Jahren hat sich sehr viel getan und rechtlich gibt es nahezu diese Gleichberechtigung in Österreich. Frauen sind öfter als Männer von Armut betroffen und geraten dadurch in soziale Abhängigkeiten. Der Unterschied in der Lohnzahlung beträgt noch immer rund 19%. Selbst bei gleicher formaler Qualifikation und ansonsten gleichen Merkmalen beträgt der Entgeltunterschied immer noch sechs Prozent.

Bei der Grundsicherung werden Mütter gezwungen, eine Arbeit anzunehmen. Sie gehen arbeiten, um mit ihrem Lohn dann eine Kinderbetreuung zu bezahlen. Wäre es nicht angebrachter, wenn die Eltern ihre Kinder selbst betreuen? Das Selbe gilt auch bei der Altenbetreuung. Macht dies ein Außenstehender, gibt es mehr Geld, als wenn ein Familienmitglied betreut.

Österreichs Frauen sind auch bei Pensionen weiterhin benachteiligt. Frauen bekommen demnach durchschnittlich um 825 Euro im Monat weniger Pension als Männer, das entspricht einer Differenz von 41,86 Prozent1. Der Equal Pension Day hat sich seit 2015 nur um vier Tage verbessert. Starke Unterschiede gibt es zwischen den Bundesländern. Wien ist das einzige Bundesland, das den Equal Pension Day erst im September (2.09.) feiert, Kärnten am 4. August, alle anderen Bundesländer begehen diesen Tag zwischen 7. Juli (Vorarlberg) und 29. Juli (Salzburg). Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2020, im letzten Jahr gab es keine Verbesserung.

Es gäbe noch Vieles aufzuzeigen, wo es Unterschiede gibt.

Diese Unterschiede könnten durch ein Grundeinkommen beendet werden.

Bleibt die Frage:
Was macht das Grundeinkommen anders?

Lohnzahlungsunterschied
Ein Grundeinkommen gibt die Möglichkeit „Nein“ zu sagen, wenn ein Unterschied in der Lohnzahlung vorliegt.

Frauenarmut
Das Grundeinkommen beendet grundsätzlich die Armut, so auch für Frauen.

Pensionen
Mit einem Grundeinkommen entfallen die Pensionen und sorgt so für eine Gleichbehandlung.

Mutter- und Elterntätigkeit
Erziehungsaufgaben und Kinderbetreuung würden endlich mit einem Grundeinkommen gerecht und auch zum ersten Mal entlohnt werden.

Soziale Abhängigkeit
Mit einem Grundeinkommen entfällt die soziale Abhängigkeit, da jede Frau für sich sozial gesichert ist. Notbeziehungen, die als letzter Weg aus der Armut gesehen werden, sind nicht mehr notwendig.

Freie Sozialleistung
Bei der Grundsicherung werden Familienmitglieder eingerechnet. Wird die Frau arbeitslos bekommt sie nur einen Aufschlag zwischen dem Gehalt des Mannes und der Grenze der Grundsicherung, oder oft gar nichts. Das Grundeinkommen beseitigt diesen sozialen Missstand.

Reduzierung bei Scheidungs- oder Trennungsproblemen
Bei einem Grundeinkommen entfallen Unterhaltszahlungen und Alimente, was bei Trennungen von Paaren Konfliktpotenzial reduziert. Erspart Gerichtswege und sichert dadurch den Erhalt von Eigentum.

Hilfe zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit
Grundeinkommen gibt die Sicherheit und problemfreie Sozialversicherung, um sich sorglos selbstständig zu machen.

Es gibt noch weitere Punkte, die eine Verbesserung der Situation durch ein Grundeinkommen für Frauen bringt. Du kannst sie gerne bei uns einbringen.

Bleibt nur noch eine Frage: „Warum engagierst Du Dich nicht für das Grundeinkommen, wenn es so viele Vorteile bringt und es die Gleichberechtigung fördert, wie kein anderes Sozialsystem?“ Fange heute noch an und mach‘ mit im Netzwerk „Leben ohne Armut!

Grundeinkommen sorgt dafür, eine menschrechtkonforme soziale Sicherheit zu gewährleisten.

[ Bisher: 1 ] Deine Artikel-Bewertung?

  1. Webseite Kurier.at: Österreichs Frauen sind bei Pensionen weiterhin benachteiligt, abgerufen am 18. November 2021 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.