Erich Fromm & das Grundeinkommen

Promis für das Grundeinkommen

Was haben Mark Zuckerberg, Erich Fromm, Götz Werner, Josef Zotter, Elon Musk und Martin Luther King gemeinsam? Alle sprachen sich bereits für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus — und es gibt noch viele weitere prominente Vertreter davon.

Diesmal stellen wir euch Erich Fromm vor.1

Erich Pinchas Fromm, geboren am 23. März 1900 in Frankfurt am Main; gestorben am 18. März 1980 in Muralto, Schweiz.

Er war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe. Schon in den 1920er-Jahren vertrat er einen humanistischen, demokratischen Sozialismus. Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert, auch wenn er in der akademischen Welt oft gering geschätzt wurde.

Viele seiner Bücher wurden zu Bestsellern, insbesondere „Die Kunst des Liebens“ aus dem Jahr 1956 sowie „Haben oder Sein“ aus 1976. Seine Gedanken wurden auch außerhalb der Fachwelt breit diskutiert.

Ein garantiertes Einkommen, das im Zeitalter des wirtschaftlichen Überflusses möglich wird, könnte zum ersten mal den Menschen von der Drohung des Hungertods befreien und ihn auf diese Weise von wirtschaftlicher Bedrohung wahrhaft frei und unabhängig machen. Niemand müsste sich mehr nur deshalb auf bestimmte Arbeitsbedingungen einlassen, weil er sonst befürchten müsste, er würde verhungern. Begabte oder ehrgeizige Männer und Frauen könnten die Ausbildung wechseln, um sich damit auf einen anderen Beruf vorzubereiten; eine Frau könnte ihren Ehemann, ein Jugendlicher seine Familie verlassen. Die Menschen hätten keine Angst mehr, wenn sie den Hunger nicht mehr zu befürchten brauchten. (Dies trifft natürlich nur dann zu, wenn keine politischen Drohungen den Menschen am freien Denken, Reden und Handeln hindern.)

Das garantierte Einkommen würde nicht nur aus dem Schlagwort „Freiheit“ eine Realität machen, es würde auch ein tief in der religiösen und humanistischen Tradition des Westens verwurzeltes Prinzip bestätigen, dass der Mensch unter allen Umständen das Recht hat zu leben. Dieses Recht auf Leben, Nahrung und Unterkunft, auf medizinische Versorgung, Bildung usw. ist ein dem Menschen angeborenes Recht, das unter keinen Umständen eingeschränkt werden darf, nicht einmal im Hinblick darauf, ob der Betreffende für die Gesellschaft „von Nutzen ist“.

Es lässt sich einwenden, dass diese Methode radikaler und daher weniger akzeptabel wäre, als die von anderen Autoren vorgeschlagene. Dies trifft wohl zu. Doch man sollte andererseits nicht vergessen, dass diese Methode der kostenlosen, minimalen Dienstleistungen theoretisch innerhalb unseres gegenwärtigen Systems durchzuführen wäre, während die Idee des garantierten Einkommens für viele nicht annehmbar sein wird – und nicht etwa, weil sie nicht durchführbar wäre, sondern wegen des psychologischen Widerstandes gegen die Abschaffung des Prinzips: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“

Mehr darüber gibt es hier nachzulesen.

[ Bisher: 1 ] Deine Artikel-Bewertung?

  1. Leicht modifizierte Texte aus Wikipedia 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.